Alles unter dem Himmel: Vergangenheit und Zukunft der Weltordnung
von Zhao Tingyang, ein renommierter chinesischer Philosoph, bietet eine innovative Perspektive auf eine neue politische Weltordnung. Dieses Werk, basierend auf dem klassischen chinesischen Prinzip des Tianxia, das für die Inklusion aller unter einem Himmel steht, untersucht die Möglichkeit einer universalen Ordnung, die über die bestehenden westlichen Staats- und Friedenstheorien hinausgeht. Zhao kritisiert aktuelle Demokratieformen und argumentiert gegen die universelle Anwendbarkeit der Menschenrechte und der Demokratie, indem er auf die Eigenheiten verschiedener Kulturen hinweist und eine Welt ohne Nationalstaaten und Feindseligkeit vorstellt.
Zhao schlägt eine Weltordnung vor, die wie eine chinesische Familie hierarchisch strukturiert ist, und erweckt Bedenken hinsichtlich dieses antidemokratischen Ansatzes. Seine Theorie zielt darauf ab, die globale Ordnung jenseits der Idee von Nationalstaaten zu überdenken, und ruft gemischte Reaktionen hervor. Einerseits wird Zhao für seine Versuche, eine neue Weltordnung zu skizzieren, gelobt, andererseits werden sein Misstrauen gegenüber dem Volk und der Demokratie sowie seine idealistischen Ansätze kritisiert. Zhao selbst sieht die Notwendigkeit, das Volk in einem gewissen Maße zu entmündigen, um seine Vision einer gemischten Staatsform aus Demokratie und Aristokratie zu verwirklichen, was jedoch Fragen nach der Auswahl und den Kriterien für die Entscheidungsträger offenlässt.
Diese Zusammenfassung bietet einen Einblick in die komplexen und kontroversen Ideen Zhao Tingyangs, die er in "Alles unter dem Himmel" darlegt, und unterstreicht die Diskussion um die Zukunft der Weltordnung und die Rolle Chinas darin.
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